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Bergrettung   
 
Kletterbox Eröffnung in Bad Mitterndorf

Feierlich wurde im Februar 2007 die neu errichtete Kletterbox in Bad Mitterndorf eröffnet. Von nun an besteht die Möglichkeit, trotz Schlechtwetter, ein Klettertraining in der Kletterhalle zu absolvieren.
Der Boulderbereich ist dank einer großartigen Konstruktion hervorragend gelungen. Viele Routen in allen Schwierigkeitsgraden sind bereits eingerichtet. Ein kleiner Vorstiegsbereich rundet die Sache dann noch ab.
 
Auf geht's zum Training !!

 
Sesselliftbergung auf der Tauplitzalm

Alljährlich müssen die Bergretter der Ortstelle Bad Mitterndorf an der Liftübung auf der Tauplitzalm teilnehmen. Trotz technischem Fortschritt besteht die Möglichkeit, dass es aufgrund von Problemen zu einem Liftstillstand kommt. Um eine rasche und sichere Bergung der Liftbenutzer gewährleisten zu können, muß diese zuvor geübt werden. Auch der Einsatz eines Hubschraubers kann erforderlich sein. Mit mehreren Teams werden zuerst die schwierigeren, weil schwer zugänglichen Sessel, abgeräumt. Erst dann begibt man sich in das leichtere Gelände. In knapp 2 Stunden ist der Lift völlig leer und es sind alle Personen sicher geborgen!

Eine Sesselliftbergung bedeutet höchste Konzentration für alle Beteiligten! Für die Personen am Sessel heißt es Ruhe bewahren und den Anweisungen Folge zu leisten Adi und Hans bereiten sich vor. Hans erklärt das System. Hans führt die erste Bergung durch und Manfred filmt für eine spätere Dokumentation mit. Am Sessel angelangt, beginnt Hans mit den Vorbereitungen zum Abseilen.
Der Bergretter wird vom Boden aus gesichert über eine Rolle entlang des Liftseiles zum Sessel geseilt. Beim Sessel angelangt, muß er sich zuerst selber sichern, um nicht abzustürzen. Dann erst beginnt man mit den Vorbereitungen für die Personenbergung Mit einen so genannten Bergedreiecktuch wird der Gast vom Sessel auf den Boden abgelassen. Diese Technik funktioniert rasch und sicher!
Eveline im Bergetuch Sichernder Bergretter am Boden Hubert besteigt die Liftstütze Hans an der Liftleiter Eveline und Martina als "Opfer"
 
"Seinerzeit" Filmaufnahmen und Erinnerungen mit unseren alt gedienten Kameraden

Die Ortsstelle Bad Mitterndorf feiert im Jahr 2007 ihr hundertjähriges Bestandsjubiläum. Aus diesem Anlass wurden alle Bergretter über 70 Jahre in das Vereinslokal eingeladen, um sie zu früheren Einsätzen zu befragen. Ein sehr interessanter Abend, bei dem viel gesprochen und erzählt wurde. Ehreneinsatzleiter Heiner Zörweg hatte sein Tourenbuch mit und zeigte uns seine exakt geführten Aufzeichnungen von diversen  alpinistischen Unternehmungen und Bergrettungseinsätzen. Große Einsätze wie sie damals am Grimming und im Dachsteinmassiv stattgefunden hatten, kamen zur Sprache und wurden mit der Filmkamera mitdokumentiert.
Traurige Highlight - Themen waren:
Juni 1948: Grimming - Tragödie mit den Bergrettern Resch und Maier.
Ostern 1954:  Heilbronnertragödie am Dachsteinplateau mit 10 erfrorenen Schülern und 3 toten Lehrern.
September 1965: Totes Brautpaar am Schartenspitz.

Ehm. langjähriger Einsatzleiter Heiner Zörweg   Heiner und Peter Marl   "Zehner Peda"
Manfred Fuchs und "Wiggerl" Große Ansicht: Foto anklicken! Aus dem Tourenbuch von Heiner:
Ein Zeitungsausschnitt von der Heilbronnertragödie am Gründonnerstag 1954
Altherrenrunde: Große Ansicht: Foto Anklicken
 
Übungsabende Vereinsheim

Unser Vereinsheim ist oft Ausgangspunkt für Einsätze und Übungen. Dort haben wir unsere Ausrüstung deponiert und moderne Schulungsräume zur Verfügung. Hier trifft man sich auch sonst regelmäßig und tauscht Erfahrungswerte aus.

Einsatzleiter Peter demonstriert
behelfsmäßige Anseilarten

Einstudieren verschiedener
Bergetechniken

 
 
Fortbildung am Militärstützpunkt in der Wattener Lizum

Bundesheer in der Wattener Lizum.

 

 
Fortbildung gemeinsam mit dem Heeresarzt Dr. Martin Berger(Vordergrund) gibt Übungsanweisungen.


Martina und der Leitende Flugretter von C1 in Innsbuck Thomas Widerin.
 


 

 
Bergung eines abgestürzten Bergrettungshundes
aus einer Doline im Toten Gebirge
 
Aufbau einer Verankerung im Schnee Heimtückischer Dolinenschacht Der Hubschrauber bringt die
notwendige Bergeausrüstung

Im Rahmen einer Winterausbildung der steirischen Bergrettung auf der Tauplitzalm ist ein Lawinenhund in eine Doline gestürzt. Mittels Hubschrauber wurde das notwendige Bergematerial angefordert. Anschließend baute man mit Schi eine Verankerung im Schnee und seilte den Hundebesitzer in die Doline ab. Der Bergrettungshund hatte Glück, er war in dem mehreren hundert Meter tiefen Schacht nach 20 Metern auf einem Schneeband zu liegen gekommen. Der Hundebesitzer ist selbst Bergrettungsmann und konnte seinen eigenen Hund am besten beruhigen und ihn dann auch anseilen. Beide wurden dann mit einem Flaschenzug aus dem Loch gezogen. Der Hund blieb unverletzt.

Dolinen stellen eine große Gefahr dar. Im Winter sind sie oft mit Schnee bedeckt und daher nicht ersichtlich. Es kommt hin und wieder vor, dass auch Menschen in solche Löcher stürzen. Gute Ortskenntnisse und das strikte Halten an die markierten Steige sind daher bei einer Wanderung im Toten Gebirge unbedingt erforderlich!    

 

 

Der Hundeführer wird in die  Doline abgeseilt.

Bergung einer verletzten Snowboarderin bei Nacht

Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, müssen die Bergretter regelmäßige Fortbildungen und Übungen absolvieren. Einsätze müssen auch in der Nacht und bei Schlechtwetter durchgeführt werden können. Dazu sind Geländekenntnisse und gutes Orientierungsvermögen erforderlich. Bei Finsternis und schlechter Sicht gestaltet sich eine Bergung viel schwieriger und ist daher risikoreicher.

Die Bergemannschaft und der Notarzt
werden in den steilen Graben abgeseilt.

Versorgung der verletzten
Snowboarderin

 
Wie wird man Bergretter/in ? 

Nach positiver Absolvierung eines je einwöchigen Kurses im Sommer und und im Winter ist man fertig ausgebildeter Bergretter.
Es besteht dann natürlich die Möglichkeit, weitere Fortbildungskurse zu machen, um sein Können zu verbessern. Im Rahmen eines Ausbildungskurses gibt es auch sehr viel Erste Hilfe Ausbildung, welche ganz speziell für Unfälle am Berg zugeschnitten ist.

Bergretter untersuchen im Rahmen der
Ausbildung den Schneedeckenaufbau
Lawinenübung bei Schlechtwetter
während der Winterausbildung.
 

20 Jahre..

Vielleicht kann sich noch jemand von Euch an den dramatischen Lawineneinsatz vor 20 Jahren am Almkogel erinnern. So wie damals das Lawinenpieps noch nicht bei jedem Schitourengeher „allgegenwärtig“ war, ist es heute der Lawinenairbag, der zwar ähnlich dem Pieps mehr Sicherheit verspricht und trotzdem nicht immer auf Schitouren oder Variantenabfahrten mitgeführt wird.

Der nachstehende Artikel stammt aus meinem Tourenbuch und soll zum einen an einen lieben Kameraden erinnern und zum anderen zeigen, dass aller Anfang oft schwer ist...... 

                                             
 

        Luftbild vom Almkogel (Totes Gebirge)

....sind vergangen, seit dem 20.Jänner 1985, ein Tag, der mir wohl ewig in Erinnerung bleiben wird. 20 Jahre sind vergangen, seit am Almkogel, ein Berg am südlichen Ausläufer des Toten Gebirge, eine mächtige Lawine abgegangen ist. 20 Jahre sind vergangen, seit unser Mitglied beim Alpenverein, Günther Smoll in dieser Lawine ums Leben gekommen ist.

20 Jahre sind auch seit meinem ersten Bergrettungseinsatz vergangen! Dieser Lawineneinsatz, ich kann mich noch genau daran erinnern, war mein erster überhaupt. Ich war damals ganz jung bei der Bergrettung dabei, als mich am späten Nachmittag die Alarmierung „Lawinenabgang am Almkogel mit einem Verschütteten“ erreichte. Aufgeregt und hastig holte ich damals meine neuen Tourenschi aus dem Keller. Noch nie zuvor hatte ich mit diesen Schiern eine Schitour unternommen. Es sollte an diesem Tag meine erste werden und das noch dazu bei einem ernsten Einsatz. In der Eile hatte ich natürlich nicht daran gedacht, mir noch einen Tee oder eine Jause einzupacken. Zu groß war die Hektik und der Stress, den ich damals hatte. Bei den Ersten wollte ich dabei sein und deshalb war auch keine Zeit für das Teesieden. Ein Wunder, dass ich überhaupt die Zeit gefunden hatte, noch schnell meine ebenso nagelneuen Steigklebefelle in den Rucksack zu werfen.

Es war bereits Dunkel, als wir alle versammelt und abmarschbereit um ca 18.00 Uhr vor der Bergrettungshütte auf der Tauplitzalm die letzten Anweisungen des damaligen Einsatzleiters Sepp Ranner in Empfang nahmen.

Es war ein schneearmer und sehr kalter Winter! Die Nacht war klar und der halbe Mond schien mit schwachen Licht auf uns herab. Wir wurden mit Pistengeräten zu den Steirerseehütten gebracht und von dort machten wir uns auf den langen Weg Richtung Almkogel. Ich hatte Glück, dass ich überhaupt wusste, wo der Berg sich befindet, weil ich zusammen mit Freunden im Herbst 1984 eine Wanderung dorthin unternommen hatte.

Günther Smoll war unser Kassier beim Alpenverein, erst wenige Monate zuvor hatten wir gemeinsam eine Wanderung über den Steiglpass bei Filzmoos zum Gosausee unternommen. Dementsprechend schossen mir nun Gedanken darüber durch den Kopf.

Mit den Schiern fuhren wir den ersten Hang hinunter auf den Steirersee. Abstand halten mussten wir dabei, weil eine nicht ganz ungefährliche Lawinensituation herrschte. Am anderen Ufer des See’ s angelangt, legten wir unsere Steigfelle auf. Dabei passierte mir als Anfänger mein erster, später dann zum Verhängnis werdender, Fehler! Ich hatte nur Klebefelle, Spannklebefelle waren mir damals noch nicht so geläufig. Bei diesen Fellen muß man sehr aufpassen, dass der Belag vor dem Ankleben sehr sauber, schneefrei und trocken ist. Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Felle angewärmt sind. Dazu hätte ich sie aber bei dieser Kälte im Anorak tragen müssen, was ich nicht wusste!

Wir klebten nun alle unsere Felle auf die Schi. Das war gar nicht einfach bei der Dunkelheit, noch dazu fehlte mir die Übung, und so kam es, dass ich etwas Schnee mitgeklebt hatte. Doch ich lag gut im Rennen, noch war ich ganz vorne bei den ersten Kameraden dabei. Der Schnee war ziemlich bruchharschig und die Lawinenhunde hatten damit zu kämpfen.

 Das ging soweit, dass die Hundeführer ihre Hunde auf die Schulter nehmen und teilweise kurze Streckenabschnitte tragen mussten. Der Durst meldete sich nun schon an, doch leider hatte ich nichts trinkbares bei mir. Weiter ging es Richtung Leisthütte, das Mondlicht war so schwach, dass wir ohne Stirnlampen nicht gehen konnten. Außerdem war es „saukalt“ und meine Steigfelle lösten sich im hinteren Bereich der Schi langsam ab. Leider hatte ich kein Klebeband mir, um sie wieder provisorisch festzukleben. Ich konnte das Tempo der anderen nun nicht mehr halten, weil mir die Felle zunehmend Probleme bereiteten. Irgendwann erreichte ich die Leisthütten, viele meiner Kameraden hatten mich bereits überholt und ich lag irgendwo im Mittelfeld. Nun wurde auch noch meine Batterie bei der Stirnlampe schwach, die Kälte setzte deren Lebensdauer enorm herab. Ich war froh, dass ich wenigstens eine Reservebatterie dabei hatte. Das Wechseln von dieser war aber bei der Dunkelheit nicht einfach und ich verlor schon wieder Zeit. 

Endlich, nach fast 3 Stunden Quälerei lagen die Interhütten vor mir. Ich war durstig und traute mich aber nicht, jemanden um ein Getränk zu fragen. Franz Ranner reichte mir freiwillig seine Flasche Schnaps herüber. Ich nahm zu seinem Erstaunen einen kräftigen Schluck. Ein gutes „Achterl“ Schnaps gegen den Durst, das haut den stärksten Mann um!  Ohne Felle legte ich die letzten Meter zum Lawinenkegel zurück. Günther hatte man in der Zwischenzeit bereits gefunden und ausgegraben. Er war einen guten Meter verschüttet gewesen und hatte leider kein Lawinenpieps bei sich. Ein Lawinenhund hatte ihn aufgespürt. Ich konnte kaum glauben, das Günther tot war. Er lag zugedeckt vor mir im Akja. Ich war ziemlich fertig, zuerst der anstrengende Marsch mit den sich lösenden Fellen, dann der Schnaps gegen den Durst und nun auch noch ein toter Kamerad, den ich gut kannte. An den langen Rückweg zur Tauplitzalm wollte ich noch gar nicht denken!

Mit Grätschschritten kam ich irgendwann spät in der Nacht bei den Leisthütten an. Dort war gottlob eine Almhütte geöffnet. Ich ging hinein in die warme Stube und Sepp Grill stand beim Ofen. Er bot mir eine Coladose an, welche ich mit einem Zug leerte, so groß war mein Durst. Ich erzählte Sepp von meinen Problemen mit den Steigfellen. Er sagte mir, dass das „kein Problem“ sei und legte meine Felle mit der Klebeseite auf die glühende Herdplatte des Ofens, sodass es richtig zischte. Anschließend drückte er die angewärmten Felle gegen den Belag.  „Die halten jetzt“ sagte er zu mir und ich hatte plötzlich Zweifel, ob ich sie überhaupt jemals wieder von den Schiern lösen konnte. „Du musst dir die Felle um den Bauch wickeln, wenn sie nicht mehr picken“ sagte er noch schnell zu mir, bevor ich mich wieder auf den Weg Richtung Steirersee machte. Es war stockdunkel, als ich den Steirersee querte und meine Felle hielten immer noch so, als wären sie festgenagelt. Oben bei den Hütten konnte ich bereits die Scheinwerfer der Pistengeräte erkennen, die auf uns warteten. Es war gut, dass wir das letzte Stück zur Bergrettungshütte wieder fahren konnten, es war schon spät in der Nacht und ich spürte die Anstrengung am ganzen Körper. Um ca 2.30 Uhr betrat ich die Bergrettungshütte, wo mir irgendjemand ein Essen auf den Tisch stellte! 

Bericht:  Peter Rauscher

(Auszug aus der Vereinszeitung "Der Bergretter 2004" von der Bergrettungsortsstelle Bad Mitterndorf)

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